Wer selbstständig ist, hat es oft schwer. Ohne Startkapital ist der Sprung in die Selbstständigkeit heute gar nicht mehr vorstellbar. Aber was tun, wenn das Startkapital nicht ausreicht bzw. im späteren Verlauf der Selbstständigkeit mehr Kapital benötigen wird?
Ein Kredit muss her. Wenn ihr als Selbstständiger einen Kredit für ein Auto, Küche, Möbel oder weitere kleinere Anschaffungen für private Zwecke benötigt, habt ihr es meist schwer. Banken winken oft ab, wenn solche Anfragen gestellt werden.
Bei der Kreditvergabe muss allerdings das jeweilige Rating beachtet werden. Das Rating bei Privatkunden wird anhand der Daten für das Einkommen, persönlichen Ausgaben, sowie Angaben zum Arbeitgeber errechnet. Wenn ihr bereits seit Jahren beim gleichen Arbeitgeber seid und regelmäßig Lohn bezieht, erhaltet ihr ein gutes Rating. Kunden mit wechselnden Arbeitgebern oder geringen Löhnen werden mit einer schlechteren Bonität eingestuft.
Die Ratingermittlung bei Selbständigen ist hier schon komplexer. In erster Linie wird hier die jeweilige Branche betrachtet, in der ihr tätig seid. Grundlage für die Ermittlung sind z. B. die allgemeine Umsatzentwicklung und die Anzahl der beantragten Insolvenzen. Menschen, die im Gaststättengewerbe oder im Handel tätig sind, erhalten bereits eine schlechte Einstufung. Nach der allgemeinen Einschätzung werden aber auch die geschäftlichen Zahlen wie Bilanzen, betriebswirtschaftliche Auswertungen und der persönliche Einkommenssteuerbescheid werden für die Kreditprüfung herangezogen. Auch wenn ein Kunde im eigenen Geschäft Gewinn erzielt, die Branche insgesamt jedoch negativ eingestuft wird, kann die Kreditgewährung abgelehnt bzw. nur unter hohen Auflagen genehmigt werden.
Als Selbstständige habt ihr es daher schwer, einen Kredit bei der Bank zu erhalten. Ihr müsst wesentlich mehr Prüfungen als Angestellte über euch ergehen lassen und hierfür umfangreiche Unterlagen einreichen. Auch die Absicherung der Darlehen ist meist höher.
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